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Anna Merz - Pianistin - Forstackerstrasse 11 - 4800 Zofingen | |
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Matinée zum Muttertag mit französischer MusikMit Gesang und Musik umkreisten Frauen die Themen „Mutter und Frau“, „Kindheit“ und „Frühling“ Von Kurt Buchmüller, Zofinger Tagblatt Es war eine Hommage an das Denken, Fühlen und Empfinden der Frau in ihrem Lebenskreis, diese Konzertstunde zum Muttertag in der Aula des Gemeindeschulhauses. Frauliche Kreativität kam auch im Titelbild des Programmheftes von Elsbeth Schaller zum Ausdruck, am Übersetzen der Liedtexte war Cornelia Masciadri beteiligt, Anna-Katharina Mülhauser entwarf die Kleidung der Mitwirkenden, Vera Lehmann-Müller und Hedy Koeng kümmerten sich um den Apéro nach dem Konzert, Rebekka Daehn gestaltete zusammen mit ihrem Freund den Flyer, und Anna Merz leitete die Zofinger Singfrauen und das Konzert. Hinter dem Ganzen stand der Gedanken, ein brachliegendes musisches Potential auszuschöpfen: Ehemalige begabte Musikschülerinnen, die zu Musikkonsumentinnen geworden waren, abzuholen und ihnen ein Podium zur weiteren musikalischen Entfaltung zu bieten. Das Konzert brachte die Bestätigung für das Bedürfnis und die Tragfähigkeit dieses Projektes.
Liederstrauss zum „Salut Printemps“Dass es in den „Zofinger Singfrauen“ Gestalt angenommen hat, ist umso erstaunlicher, als der Massstab des Chorgesangs sehr hoch gesetzt wurde. Anna Merz hätte es sich selber und den mitwirkenden Sängerinnen gewiss einfacher machen können, als harmonisch und kompositorisch anspruchvollste Chorwerke mit französischen Texten einzustudieren. Aber gerade dieser Anspruch muss zur Motivation der Beteiligten geführt haben. Sinnstiftend war sicher auch, dass die Frauen am Muttertag ihre eigene Befindlichkeit und Rolle darstellen konnten.Das Konzert begann mit der ebenso stimmungsvollen wie erhabenen Melodie von Mozarts „Brüder, reicht die Hand zum Bunde“, der französische Text dazu lautet auf deutsch „Dich zu lieben, liebe Mutter“. Der Chor überzeugte sofort mit seinem ausgewogenen Stimmenverhältnis, der phrasierten Betonung und der Reinheit in der Stimmführung, die nachfolgenden Beispiele bestätigten die musterhafte Qualität des Chores. In „Le petit bonhomme“ malten die Singfrauen ein Märchen kindlicher Poesie, in „La Berceuse du petit Zébu“ verflochten sie die Fabel zu einem kunstvollen Stimmengeflecht, und das „Salut Printemps“ erhielt den Wohlklang farbenreicher Stimmregister.
Abwechslung durch Gesangs- und InstrumentalsoliIm Gebinde des bunten Frühlingsgrusses waren auch kunstvolle Solovorträge eingebunden. Cornelia Masciadri (Mezzosopran) und Anna Merz (Klavier) gestalteten „Il pleure dans mon coeur“ von Debussy zu den Versen von Verlaine zu einem komplexen Klagelied, in „Les chemins de l’amour“ (Poulenc/Anouilh) liess Cornelia Masciadri Rosen verteilend ihren Charme spielen, und in „Maman, dites moi“ zeigte sie schauspielerisches Talent. Das im neckischen „La Coccinelle“ (Bizet/Hugo) vorkommende Maikäferchen heftete sie anschliessend der Klavierbegleiterin an. Vera Lehmann-Müller führte ihre helle, wandlungsfähige Sopranstimme sicher durch die rhythmisch und harmonisch äusserst anspruchsvollen „Trois chansons“ von Honegger. Zusammen mit Regula Zimmerli (Mezzosopran) entfachte sie in „Les Bohémiens“ nach einem Ungarischen Tanz von Brahms ein Feuerwerk aus Temperament und Virtuosität, und im Duett aus der Oper „Lakmé“ von Délibes traten sie als perfekte Synchronsängerinnen auf. Dazwischen drückten Daniela Sieber (Klavier), Maria-Anna Fernández (Violine) und Karin Allenspach im 1. Satz des Klaviertrios in G-Dur den musikalischen Frühlingsrausch von Debussy aus. Als erster bedankte sich bei Anna Merz ihr Sohn mit einem Blumenstrauss für dieses Muttertagskonzert.
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